Darwin und Feuerland

        
      
    

 

Die ersten intensiveren Untersuchungen Feuerlands und Patagoniens, die auch kartographische und hydrographische Erfassungen insbesondere der Küstenlinie Südpatagoniens und Feuerlands beinhalteten, stellten die beiden englischen Expeditionen unter Philip Parker King (1826–1830) und Robert FitzRoy (1832–1836) dar. Im Laufe der beinahe dreijährigen Anwesenheit der Expedition Parker Kings wurde z.B. der Beagle Kanal entdeckt. Eine nette Anekdote ist auch über den damals noch jungen Charles Darwin zu berichten, der den Forscher FitzRoy begleitete.

Er fand für die Ureinwohner der Region folgende Worte (siehe dazu seinen 1839 erschienenen Reisebericht Diary of a Naturalist Around the World): Ich habe aber nichts gesehen, was mich mehr in Erstaunen gesetzt hätte, als der erste Anblick eines Wilden. Es war ein nackter Feuerländer, sein langes Haar wehte umher, sein Gesicht war mit Erde beschmiert. In ihren Gesichtern liegt ein Ausdruck, der, glaube ich, all denen, die ihn nicht gesehen haben, ganz unbegreiflich wild vorkommen muss. Auf einem Felsen stehend stieß er Töne aus und machte Gestikulationen, gegen welche die Laute der domestizierten Tiere weit verständlicher sind.

Kulturhistorisch interessant sind in diesem Zusammenhang die Ereignisse rund um die Entführung von vier Personen aus dem Stamm der Yámana nach England, die als Geschichte von Jemmy Button in die Literatur einging.