Los Alerces Nationalpark

        
      
    

Der Los Alerces Nationalpark (Parque Nacional Los Alerces) wurde 1937 gegründet. Er befindet sich im Nordosten der Provinz Chubut im argentinischen Teil Patagoniens. Er umfasst eine Fläche von 2630 km² entlang der chilenischen Grenze und liegt durchschnittlich 900 Meter über dem Meer. Für Touristen ist nur ein beschränkter Teil des Parks zugänglich, der übrige Teil ist der Forschung vorbehalten. Der Park wurde eingerichtet, um die letzten Bestände der patagonischen Zypresse ("Alerces" oder Lahuan Bäume / Fitzroya cupressoides) zu schützen.


Durch die hohen Niederschläge, der Park zählt zu den niederschlagsreichsten Gegenden der Erde, wächst im gesamten westlichen Teil valdivianischer Kaltregenwald mit baumhohen Bambus und verschiedenen Laub- und Nadelbäumen. Herausragend sind die sogenannten Alerces, die dem Park den Namen geben. Dabei handelt es sich um eine extrem langsam wachsende und sehr langlebige Zedernart. Die Bäume wachsen im Schnitt im Durchmesser nur 0,8 mm pro Jahr und können Höhen von bis zu 50 Metern erreichen. Das Alter der ältesten Bäume im Park wird auf ca. 3000 Jahre geschätzt. Für Touristen ist ein ca. 1000-jähriges Exemplar am Lago Menéndez zugänglich. Die Alerces standen kurz vor der Ausrottung, da ihr Holz sehr begehrt war.

Touristisch ist der Park gut erschlossen und bietet verschiedene Unterkünfte in Hotels, Pensionen und Campingplätzen. Er verfügt über ein ausgebautes Netz an Wanderwegen. Der Park kann auch in einem Tagesausflug von Esquel erreicht werden